Feinstaub
Lt. SV Dr. Hellig darf aufgrund der topographischen und meteorologischen Gegebenheiten im Klagenfurter Becken dieser Effekt nicht unterschätzt werden.
Wenn zusätzlich zu der jetzigen Feinstaubbelastung in Klagenfurt (Klagenfurt ist aufgrund zu vieler Grenzwertüberschreitungen bereits zum belasteten Gebiet ausgewiesen worden) die in der UVE ausgewiesenen Werte noch berücksichtigt werden, kann es zu einer „relevanten Zusatzbelastung“ kommen.
Im Fachgutachten „Luft Ausbreitung Klima“ wurde von Univ. Prof. Dr. Georg Mayr festgestellt, dass folgende Werte eindeutig über den Relevanzschwellen liegen:
- die Halbstundenwerte von NO2
- der Jahresmittelwert von NO2
- der Tagesmittelwert von Ammoniak
- Tagesmittelwert von Feinstaub
(nachzulesen unter: http://www.grosskraftwerk.at/Protokolle_UVP/UVP%202009_07_08/Stellungnahme%20Ing%20Steiner%20Beatrix.pdf)
Der bekannte Umweltmediziner und Sachverständige, Dr. med. univ. Gerd Oberfeld weist in seiner Stellungnahme zur UVP darauf hin, dass der Einfluss von sog. „Sekundärpartikel“ (PM 2,5) im UVP-Verfahren berücksichtigt werden müssen!
(vgl. Umweltmedizinische Stellungsnahme zur UVP v. 20.10.2009, S. 6)
„Bei Gegenüberstellung der Messerergebnisse (2006) mit den Zielwerten gemäß IG-L Anlage 5, ist für alle Messstationen ein 1,5 bis zweifaches Überschreiten des Jahresmittelwertes (20 μg/m³) zu diagnostizieren. Die zulässige Anzahl von 7-Tagesmittelwerten über 50 μg/m³ wird je nach Messstation um das 5 bis 11-fache überschritten. Für die 1,4 km südöstlich des geplanten Kraftwerkstandortes situierte Luftgütemessstation Ebenthal-Zell liegen nunmehr längerfristige PM10-Messergebnisse vor, die einen Hinweis dahingehend liefern, dass auch peripher mit beachtenswert hohen Feinstaubkonzentrationen zu rechnen ist.“
(aus dem Fachgutachten aus dem Fachbereich Luft – Immissionen zum UVP – Vorhaben „GDK – Klagenfurt“, verfasst von Dr. Kurt Hellig, S. 54 http://www.verwaltung.ktn.gv.at/cgi-bin/evoweb.dll/cms/akl/34638_DE-Sonderberichte- 20080206%5fJB2007%5fKlagenfurt%2epdf)


