Ein weiteres Argument, sich gegen das geplante GDK zu entscheiden, ist der für uns so wichtige Natur- und Tierschutz.

Aus den Gutachten der Teilbereiche „Vögel“, „Fledermäuse“ und Naturschutz geht eindeutig hervor, dass es schon während der Errichtungsphase zu Auswirkungen der Avifauna (= Gesamtheit aller vorkommenden Vogelarten einer Region) kommen wird.

Da der geplante Standort eine „Schlüsselstelle“ für die heimischen Wildtiere ist, wird es zu Behinderungen der Wildbewegungen kommen, es kann zu einem nachhaltigen Einfluß auf Bestandsdichten und Artenzahlen kommen (vgl. SV DI Thomas Huber, S. 12).

Durch die Lärmbelästigung der Bauarbeiten (+ Baustellenlicht) kann es zu Auswirkungen bei einzelner Fledermausarten vor allem in den Monaten März bis Oktober kommen.

Es können Flugrouten unterbrochen und Jagdlebensräume vorübergehend nicht benützt werden. Der Faktor Licht ist für Fledermäuse auch ein Problem – vor allem in der aktiven Zeit.

Im Bereich der Leitungstrassen werden verbuschte Ruderalflächen (= brachliegende Rohbodenfläche) weitgehend zerstört. Hievon sind Brutvögel (Schwarzkelchen, Dorngrasmücke und Neuntöter) betroffen, die diesen Lebensraum benötigen (vgl. SV Ing. Klaus Kleinegger, S. 6 – 10).

Der Gutachter DI Thomas Huber bezeichnet die Auswahl des Standortes für das GDK sogar als „einen erheblichen Eingriff in den Lebensraum der vorkommenden Wildtiere“ (vgl. DI Huber, S. 13)

„Durch die Flächeninanspruchnahme des Vorhabens GDK Klagenfurt wird der Lebensraum (an einer Schlüsselstelle) stark beeinträchtigt. Die Auswirkungen der Beeinträchtigung werden aus wildökologischer SV-Sicht so bewertet, dass es zu einer erheblichen Auswirkung auf Wildbestand und Artenreichtum kommt. Die durch das Vorhaben bedingten Auswirkungen auf Lebensräume werden insbesondere durch bereits bestehende kumulative Wirkungen verstärkt und beeinträchtigen die Existenz der bestehenden Biotope und Ökosysteme“ (vgl. SV DI Thomas Huber, S. 18).